Wo der Teufel wohnt
Die kalte Nacht war erfüllt vom Sturm. Sie fühlte ihre Ohren nicht mehr, und ihre von Regen durchtränkten Haare peitschten ihr ins Gesicht. Der Wind blies in ihren Mund. Tränen vermischten sich mit dem Regen auf ihren Wangen. Kaum noch spürte sie ihre Haut, die Kleidung eng mit ihr verklebt. Die Haut war blass und blau. Ihre Hände, zu Fäusten geballt, zeigten ihre weissen Knöchel.
Ich hasse es! Sie schrie.
Ein Mann trat vor die Tür. Er schwieg. Für einen Moment war nur der tosende Wind zu hören. Sie drehte sich um und blickte ihn an, für einen ewigen Moment. Sie sprachen nicht. Dann gingen sie beide wieder hinein und schlossen die Tür des Hauses. Sie sperrten den Sturm aus, die schwarzen Wellen die weisse Gischt. Das Meer bleckte die Zähne. Die Frau stelle sich an den Trog und nahm einen Teller in die Hand. Es klapperte hölzern, und dazu gesellte sich der Wind mit heulender Stimme.
- November 06, 2005
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